Montag, 21. Mai 2012

Tragkraft...


... statt Trageerschöpfung. Das ist auf dem richtigen Weg, ihr Lieben!

Reitlehrerschicksal

*lach*
Irgendwie scheint es in vielen Fällen egal zu sein, ob man laut wird (und der Kollege gestern ist laut geworden), sich den Mund franselig sabbelt bei dem Versuch, die Zusammenhänge zu erklären oder sich auf gelegentliche Anweisungen beschränkt. Wer nicht weiß, warum Reitlehrer schreien, dem sei dass entsprechende Kapitel in Horst Sterns Reitlehre ans Herz gelegt.
Mir hätten jedenfalls die Teilnehmerliste und der Text des Trainers (Inhalt und Intensität) gereicht, um mehrere der Teilnehmerinnen auf Anhieb erkennen zu können. Hätt ich nicht hinschauen brauchen! Da sitzt Potenzial für einen "Wetten dass..."-Auftritt drin.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Seminar Trageerschöpfung...

... bei Familie Decker. Das dritte Seminar zum Thema, mit wunderbaren Vorführpferden. Odin hat gezeigt, was er bereits gelernt hat: locker, taktklar, gebogen und sicher an der Longe auf einem Zirkel mit leichtem Gefälle. Der schlaksige, zappelige Isländer nimmt Form an. Haflinger Joey, für ihn Premiere, hat wunderbar mitgearbeitet und in den paar Minuten an der Longe bereits deutliche Veränderungen in Bewegung und Bewegungsverständnis gezeigt. Isländer Rocky hat klargestellt, dass man sich auch als etwas steifer älterer Herr geordnet im Kreis bewegen kann - und dass man mit kleineren Behinderungen frei vom Bedürfnis nach Veränderung prima leben kann.  *lach*
Ich hoffe, dass alle Teilnehmerinnen in dem riesigen Berg an Informationen für sich und ihre Pferde hilfreiches gefunden haben und bin mir sicher, dass sich dieses Wissen langsam, aber sicher ausbreitet und dass immer mehr Leute Trageerschöpfungssymptome erkennen, wenn sie sie sehen - und das Problem auch benennen.

Es ist an der Zeit: Praxisseminare folgen, da geht es dann gezielt um die Entwicklung der Tragkraft durch die Arbeit mit Longe und Doppellonge. Und darum, wie man das denn alles macht, wenn man doch nix sieht...
Wer Interesse an der weiterführenden Arbeit hat - oder selbst ein Einführungsseminar ausrichten will - kann sich zwecks Terminabsprache gerne bei mir melden.

Danke an Margit und Peter, die ihre Pferde und ihre Anlage zur Verfügung gestellt haben und uns so gut versorgt haben. Weltbester Flammkuchen sage ich da nur!

Mittwoch, 16. Mai 2012

Reitkurs VW VI

Damit hätten wir dann das letzte Paar, hiermit ist die Dokumentation "Reitkurs Vollmersweiler" abgeschlossen.

Ich hoffe, dass wir bis zum nächsten Reitkurs auch ein paar Reitstunden im Terminkalender unterbringen!

Hoppla, fast hätte ich Jess vergessen! Auf dem Bild bereits nicht mehr im Tiefflug, sondern schon fast im Arbeitstrab und in nahezu schräglagenfreier Bewegung...


Samstag, 12. Mai 2012

Reitkurs VW V


Das wäre dann die komplette Truppe, zumindest die Zweibeiner sind vollzählig!


Rahel kann, wenn es sein muss, auch auf dem Pferd sitzend reiten.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Reitkurs Vw IV

Das war definitiv die verregnetste Stunde des Wochenendes. Kein Huhn zu sehen ;)
Und der treue Hund möchte nach Hause.

           Bitte.  

Reitkurs Vw III

  
Ein paar Meter Leine habe ich zu Gunsten des Textes wegrationalisiert.
Effekt lernt gerade "Schritt im Kreis rechts rum". Klappt auch schon mit Trab ganz gut, die Knallfroschszenen werden rarer, wir können uns bereits mit Details befassen.
Sobald der Zwerg vorne genauso hoch ist wie hinten, darf Uschi drauf!
(...noch lacht sie...)

Dienstag, 8. Mai 2012

Reitkurs Vw II

 

Die nächsten Bilder - einfach war´s nicht mit der Auswahl. Am Sonntagabend ist mir aufgefallen, dass das fast ein reiner Trakhenerkurs war. Und dass der nette Scheckhengst längst nicht mehr das bekloppteste Exemplar im Ring ist.
Ich hoffe ja sehr, dass es von meiner Lieblingsfuchsstute  auch irgendwo ein brauchbares Foto gibt! Ich hoffe auf den Donnerstag...


Montag, 7. Mai 2012

Reitkurs Vw I


Bis jetzt mein Lieblingsfoto vom Wochenende. Die jüngste Reiterin und das älteste Pferd des Kurses. Es bleibt zu hoffen, dass ich in den nächsten Tagen Zeit finde, noch ein paar Bilder auszusuchen und zu bearbeiten...
.

Samstag, 5. Mai 2012

Worte des Tages

"Ich reite am liebsten bei Regen"
"???"
"Da sind keine Hühner auf dem Reitplatz"

Dienstag, 24. April 2012

Motorische Zentren...

... und das Wissen darum eröffnen neue Möglichkeiten, da die Hilfen in neue Zusammenhänge gestellt werden. Deshalb die Kommentare dazu nochmal im Post:
"hat zwar nix mit dem post hier zu tun, aber die erkenntnis mit der verbindung innerer zuegel, oberes motorisches zentrum ist echt klasse! endlich wird klar fuer was der kopp gut sein soll ; )"
"Der eigene oder der vom Pferd ;-)?"
Meine eigene Erfahrung: beim Longieren gilt das Gleiche. Benutze ich für die Longenführung das obere motorische Zentrum, wirke ich auf den gesamten Bereich Kopf-Hals-Schultern ganz anders ein, da ich so  die beiden vorderen Zentren des Pferdes einzeln beeinflussen kann. Ganz wichtig bei Pferden, die aufgrund von Trageerschöpfung zwischen den beiden Zentren gestaucht sind! Und beim Reiten kommen die halben Paraden wesentlich differenzierter (und auch besser) durch, obwohl sich eigentlich nicht die Einwirkung, sondern nur die Vorstellung von der Wirklichkeit verändert hat. Vielleicht doch nochmal Waczlavs "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" lesen?  ;) 

Piaffeproblem

Bereits vor 1885 (seinem Todesjahr) bemekte Gustav Steinbrecht:
"Die allgemeine Klage über die Mangelhaftigkeit der Pferde ist zwar insofern richtig, als allerdings mehr schlechte wie gute gezüchtet werden, und wenn wir unter den guten nur die verstehen, die schon geborene Reitpferde sind, so sind sie sogar sehr seltene Erscheinungen. (...) Ich meinerseits halte dafür, nachdem ich die Zahl der von mir bearbeiteten Pferde nach Hunderten berechnen kann, dass wir in Preußen uns über unsere Zucht nicht beklagen können. (...) Es ist daher mehr Grund vorhanden, über Mangel an verständigen und geschickten Reitern als über die Pferde Klage zu führen, da wir uns mit Hilfe jener viele vorzügliche Pferde mehr schaffen könnten aus solchen, die jetzt infolge falscher Bearbeitung durch Mangel an Glechgewicht vor der Zeit zugrunde gehen."

Sonntag, 22. April 2012

Habe fertig

Seit gefühlten Ewigkeiten habe ich nichts mehr gepostet - dabei gäbe es eine ganze Menge zu berichten was die Entwicklung der verschiedenen Pferde angeht. Nur komme ich um diese Jahreszeit nicht mehr dazu. Das Wetter ist meistens passabel, so dass wenig Reitunterricht ausfällt, der Garten randaliert, der Pauschalvertrag bei der EWTO will abtrainiert werden und - und - und...

  Wenn ein Pferd einen anschaut, als wolle es einen fressen, vehement mit immernoch angelegten Ohren den Schädel ins Kopfstück haut und zickend zum Reitplatz marschiert - tja, dann ist ihm wohl die ganze Umwelt auf den Senkel gegangen. Beim Arbeiten war die Welt für Milan dann wieder in Ordnung, die schlechte Laune galt nicht mir. Glück gehabt! *lach*
 

Dienstag, 3. April 2012

Nochmal Danke...

..., diesmal an Sara, denn in der gestrigen Reitstunde (bzw. danach) ist mir klar geworden, dass ja auch das Pferd mehrere motorische Zentren hat, die sich gegenseitig unterstützen oder blockieren können - und dass das mittlere dasjenige ist, das den "festen Kern" (weiß nicht mehr, von wem die Beschreibung war - doch, von Gillian Higgins!) bildet, aus dem im Endeffekt alle sicheren und selbstverständlichen Bewegungen entstehen. Leider haben viel zu wenige Menschen diesen Kern, und auch bei Pferden findet man ihn viel zu selten. Wer soll da also wem was beibringen?
Das mittlere motorische Zentrum beim Pferd entspricht dem Drehpunkt des Pferderumpfes in die Trageerschöpfung - und aus ihr heraus! Araber Milan hat es heute schon gefunden, mal schauen, was er bis nächste Woche draus macht.

Donnerstag, 29. März 2012

Danke...

...an Franzi mit Monty und Melanies Dolly, die mir heute gezeigt haben, warum ich (und Sara und all die anderen) diesen Job doch immer weiter mache/n. War klasse heute am Modenbacherhof!

*Seufz*

Es ist schon lustig. Jeder Pferdetrainer oder Reitlehrer hat es, selbst wenn man sich in jahrelanger Kleinarbeit immer wieder neu definiert hat, sein Konzept verständlich zu machen sucht und mit Eselsgeduld auch zum dreihundertfünfundachzigsten Mal erklärt, warum bestimmte Dinge auf bestimmte Arten und Weisen eben nicht funktionieren - auch wenn es vordergründig so aussieht. Und warum es sinnvoll ist, den längeren Weg zu wählen. Etc...
Es handelt sich um das Problem der resistenten Reitschüler. Die zwar konsequent ihre Termine wahrnehmen, aber ebenso konsequent auch nach gründlichsten Ausführungen mit  "Ja aber, wenn die Rollkur doch funktioniert.",  "Ja aber nur mal kurz...",  "Ja aber der (Pferd) ist jetzt schon fünf, da muss der das können." kontern.
Und die, sobald der/die Reitlehrer/in den Rücken zuwendet, reitweisenunabhängig stumpf wieder das gleiche machen wie immer.
Denn sie wissen ja, wie es geht, denn sie reiten ja schon seit wahlweise 2, 10 oder 30 Jahren.

*SEUFZ*

Zum Glück sind diese Kandidaten absolut in der Minderzahl, aber sie können einem schon den Tag versauen. Und wir machen weiter - für das Pferd, für die Reitbeteiligung, für Gatte oder Gattin dieses Menschen. Ist das jetzt blöd?

Schön, wenn man Kolleginnen hat, bei denen man sich ausheulen kann...  *lach*
denn dieser Text ist nicht aus akutem eigenen Frust entstanden.

Montag, 26. März 2012

Tijani

          

"Klar können wir auch die Show machen. Aber die meiste Zeit wird konzentriert gearbeitet.
Heute Premiere mit dem Longiergurt. Ist ja schon etwas komisch, aber das gehört wohl so. Die anderen haben das ja auch."
.

 So schnell wie Tijani (schreibt man das so?) hat noch kein Pferd begriffen, dass es in überzäumter Showhaltung keinen Zirkel laufen kann. Und ich kenne auch keins, das sich so schnell und genau selbst korrigiert. Ich werde mir die größte Mühe geben, ihm alles auf 1 richtig beizubringen.
.

Freitag, 23. März 2012

Keanu

Elke mit Keanu 

Zu dem linken Unterschenkel sag ich jetzt mal nix. Der Rest sieht schon gut aus und beantwortet ein Stück weit die Frage, ob Anlehnung gebisslos auch geht. Vielleicht belügt man sich weniger, weil man weniger stark manipulieren kann... 

Wesentlich für Keanu ist, dass er inzwischen soweit im Gleichgewicht ist, dass er auch auf relativ hartem Boden wie auf den Bildern gut laufen kann.

Samstag, 17. März 2012


Eine hoch konzentrierte Halima, wild entschlossen, auf der rechten Hand in der Dehnung zu bleiben und vorwärts zu gehen, anstatt nach innen zu fallen. Das rechte Hinterbein schafft das jetzt schon für ein paar Runden, und die Nase bleibt in allen Phasen der Bewegung vorne. Meistens.


Peppi erarbeitet sich seine Beweglichkeit und Dehnung milimeterweise, ebenfalls sehr konzentriert.

Monty


Endlich. Montys Abschied von der Vierbeinstütze. Dem Galopp* fehlt es noch etwas an Eleganz, aber es sei  hiermit auf die Schwebephase hingewiesen. Da ist definitiv Luft zwischen Huf und Schatten! Das rechte Foto zeigt die Abwesenheit des Hängerückens...

*Ja, ich weiß, is´Kreuzgalopp. Aber Schwebephase!