Samstag, 19. Oktober 2019

Steve Levin, der Vater der Biotensegrität


Eines von Steve Levins Themen war „soft (condensed) matter“, also „weiches Material“, das physikalisch zwischen Flüssigkeiten und festen Stoffen rangiert und bei dem es sich nicht um festen Stoff mit eingelagertem Wasser handelt, sondern um eine eigene Struktur.


Soft matter is ubiquituous, we are all soft matter.“
Emppu Salonen

Den Vortrag kann ich nur sehr ungefähr umreißen, da mir die wissenschaftlichen Grundlagen fehlen. Allerdings findet sich im Netz einiges, da 1991 der Physiker Pierre-Gilles de Gennes für seine Erforschung der weichen Materie mit dem Nobelpreis für Physik geehrt wurde.

Die wesentlichen Punkte seien hier knapp zusammengefasst:

1 Fasziengewebe ist weiche Materie mit den entsprechenden Eigenschaften: Die Moleküle sind geordneter als in einem Gas, aber deutlich ungeordneter als in echten Festkörpern, das Material ist flexibel und stabil und vor allem zeichnet es sich durch die Fähigkeit zur Selbstorganisation aus.
(Leonid Blyums Vortrag)

2 Es gibt „kein freies Wasser“ im myofaszialen Gewebe.

3 „Bone is fascia“ und somit soft matter. Knochen ist Fasziengewebe, das sich durch die Einlagerung von Kalzium druckstabil gemacht hat.
(Vorträge von Diane Vincentz und Dominique Bourgois)

Biology is soft matter come alive“ 
                                                 Steve Levin

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