Donnerstag, 10. März 2016

Prämissen

Im folgenden eine kleine Textvorschau auf  "Jenseits der Biomechanik". Das erste Kapitel, aus dem der Text stammt, soll für eine gemeinsame Startposition sorgen, bevor es mit Biotensegrity und Faszienzugbahnen losgeht.
 
Die Logik von Systemen und Ansichten ist demnach immer in Abhängigkeit zu der gewählten Prämisse zu verstehen.
(...)  Prämissen sind Annahmen, auf denen sich eine Lehre, ein System oder eine Weltanschauung begründet. Die Auswahl und Festlegung der Prämissen beruht auf einer mehr oder weniger willkürlichen Entscheidung. Quantenphysikalisch betrachtet, gestaltet wiederum die Wahl der Prämisse die Realität, wobei sich diese Realität eher als eine aktuelle Auswahl an Möglichkeiten definiert denn als feste Struktur. Dies jedoch nur am Rande, um zu zeigen, in welch weitem Feld wir uns mit diesem Thema bewegen.
 
 

 „Wenn sich einmal eine grundlegende Prämisse ausgebildet und gefestigt hat, ergibt sich der Rest der blühenden Wahnvorstellung fast zwanglos aus anscheinend durchaus logischen Schlussfolgerungen von dieser einen absurden Prämisse.“
Paul Watzlawick

Wer in einem bestimmten System die zugrundeliegenden Annahmen definieren kann, ist in der Lage, (...)  sich mit der inneren Logik des Systems zu befassen, die in den meisten Fällen wasserdicht und in sich geschlossen ist. Je weniger sich die Prämissen an der Wirklichkeit erster Ordnung orientieren, um so beeindruckender ist häufig die Eloquenz der systemstützenden Erklärungen.
 
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